Osteochondrosis dissecans
Was ist Osteochondrosis dissecans?
Osteochondrosis dissecans ist eine Erkrankung des Gelenks, bei der ein kleiner Bereich des Knochens direkt unter dem Knorpel (subchondraler Knochen) geschädigt wird. Dadurch kann sich der darüberliegende Knorpel lösen. Am häufigsten tritt die Erkrankung im Knie auf, aber auch das Sprunggelenk und der Ellenbogen können betroffen sein.
Ursachen
Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Hinweise deuten darauf hin, dass wiederholte Belastung, kleine Verletzungen, Durchblutungsstörungen und möglicherweise eine erbliche Veranlagung eine Rolle spielen können.
Wer ist betroffen?
Vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die sportlich aktiv sind, erkranken daran. Die Beschwerden treten meist ohne ein konkretes Unfallereignis auf.
Symptome
- Schmerzen im betroffenen Gelenk, besonders bei Belastung
- Schwellungen im fortgeschrittenen Stadium
- Bewegungseinschränkungen
- „Blockieren“ des Gelenks, wenn sich ein Knorpel-Knochen-Stück gelöst hat
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch ärztliche Untersuchung und bildgebende Verfahren wie Röntgen und Magnetresonanztomographie (MRT). So kann festgestellt werden, ob sich das betroffene Stück gelöst hat und wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist.
Behandlung
Die Therapie richtet sich nach Alter, Ausmaß der Erkrankung und Stabilität des betroffenen Bereichs:
- Bei Kindern und Jugendlichen mit stabilen, nicht gelösten Stellen: Schonung, Sportpause und manchmal Entlastung des Gelenks für mehrere Monate. In vielen Fällen heilt die Erkrankung so aus.
- Wenn sich ein Stück gelöst hat oder Beschwerden trotz Schonung bestehen: operative Maßnahmen, um das gelöste Stück wieder zu befestigen oder den Defekt zu reparieren.
Prognose
Bei frühzeitiger Behandlung sind die Heilungschancen besonders bei Kindern und Jugendlichen gut. Unbehandelt kann die Erkrankung zu einer frühzeitigen Abnutzung des Gelenks (Arthrose) führen.
Wichtig: Bei anhaltenden Gelenkschmerzen sollte frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden, um eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung zu ermöglichen.